Eine Vision wird Wirklichkeit, ein Traum wird wahr


Dafür wird viel Geld aufgewendet, und man stellt möglicherweise die Frage nach dem Sinn und wirtschaftlichen Nutzen. Meine Antwort darauf, ohne sie weiter argumentativ zu begründen ist: Die Qualität eines Gewässers ist auch durch das Leben von SpatenstichFischen darin bestimmt, und Gewässerpflegemaßnahmen sind vielfach verpflichtende Reparaturen von Baumaßnahmen und Gestaltungen in der zurückliegenden Zeit.
Die vom WWA Rosenheim erarbeitete Strukturierung des Umgehungsbaches hier wird von unserer Seite ohne Einschränkung unterstützt und befürwortet.

Dabei sind 3 Gesichtspunkte wesentlich und in die Zukunft gerichtet:

Der Umgehungsbach ist ein Teil der anzustrebenden Durchgängigkeit des Innflusses für die noch in Resten vorhandenen äußerst wertvollen Innäschen, den Innhuchen, Forellen und die für den Inn charakteristische Nase sowie andere weniger prominente Wanderfischarten und sämtliche Wasserlebewesen.

Das entstehende Gewässer soll Raum für Leben im und am Wasser sein, es soll Laichmöglichkeiten bieten und Kinderstube sein. Das Gewässer wird keine Fischereimöglichkeit bieten, es wird ein Laichschutzgebiet sein! Damit dient diese Laich- und Wanderhilfe dem obersten Ziel, das sich der Anglerbund Isaria seit Jahren auf die Fahne geschrieben hat:

Sicherung der Existenz des noch vorhandenen Fischbestandes, der in verschiedener Weise bedroht ist.



Der Anglerbund und seine Nachbarvereine bemühen sich dabei im kooperativen Zusammenspiel mit dem WWA Rosenheim und der VERBUND- Innkraftwerke GmbH, unserem geschätzten Verpächter, in einvernehmlicher Weise mit zusätzlichen sehr bedeutenden strukturellen Maßnahmen wie Schaffung von Laichplätzen durch Aufbrechen von verbackenem Kies und Geröll in der Flusssohle für Kies- und Strömungslaicher, Renaturierung von Altwässern als Rückzugsbereiche und Kinderstuben für Jungfische, Anbindung und Gestaltung von Seitengewässern zum Inn.

Einen nicht unwesentlichen, in meinen Augen sehr bedeutungsvollen Beitrag leistet der Anglerbund Isaria München mit seiner vereinseigenen Fischzuchtanlage, genauer Besatz-Fischzuchtanlage, in Gars, die vor ein paar Tagen nach intensiver Überprüfung als Aquakulturbetrieb aufgrund der europäisch verfügten Fischseuchenverordnung zertifiziert und amtlich genehmigt wurde. Darauf bin ich sehr stolz. Wir können also wie seit vielen Jahren weiter verfahren, nämlich Züchtung von autochthonen, an die Verhältnisse im Innwasser angepassten Innäschen, von Innhuchen und Innnasen. Der Äschenbesatz aus unserer Aquakultur für den Inn beläuft sich zum Beispiel pro Jahr auf mehr als 50.000 Stück einsömmerige und zweisömmerige Satzäschen, ca. 15-20 cm groß. Der Wert dafür liegt bei mehr als 100.000 €, den Arbeitsaufwand nicht gerechnet.

Wir gehen davon aus, dass auch in diesem Zusammenhang der Umgehungsbach für die Äschen-population im Inn von Bedeutung ist.

Es ist richtig, wenn zur Auswirkung des Vorhabens Umgehungsbach am Wehr von Jettenbach folgende Feststellung getroffen wird: "Die Vernetzung, der Austausch und die Wanderung für die wassergebundenen Organismen wird längs des Gewässers nachhaltig gefördert und ist somit ein Teilbeitrag der ökologisch orientierten Gewässerökologie am Inn." Ein erster Schritt! Abschließend bedanke ich mich für die Aufgeschlossenheit bei verschiedenen Gesprächen und Erörterungen und die umsichtigen biologischen und ökologisch orientierten Planungen, die federführend von Herrn Anton Touschek erstellt worden sind.

 
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